Die Fakten zu Formaldehyd: Messleistungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Formaldehyd: Messleistungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Letzte Aktualisierung June 3, 2026

Übersicht

Verwandte kanzerogene Stoffe:

Formaldehyd

Art der Intervention(en):

Nachforschungen

Anzahl der durchgeführten Inspektionen:

In Phase I wurden Arbeitsplatzmessungen in 57 Pathologieabteilungen durchgeführt. In Phase II wurden 100 Pathologien von den Inspektoren der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung inspiziert.

Dauer der Kampagne:

Phase I: 2016-2019, Phase II: 2022-2023, Phase III: 2023-2024 (laufend)

Umfang der Intervention

Wichtigste Pflichten

Messungen am Arbeitsplatz zur Ermittlung und Bewertung der Exposition in Phase I und geplanter Phase III; Inspektionen eingebettet in und abgestimmt mit den Aktivitäten des gemeinsamen Arbeitsprogramms der Deutschen Arbeitsschutzstrategie kanzerogene Stoffe (GDA KEGS) in Phase II

Schwerpunkt der Kampagne

Bestimmung der Exposition gegenüber Formaldehyd in pathologischen Abteilungen und Bewertung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen.

Wichtigste Ergebnisse der Intervention

Positive Ergebnisse

Durch Messungen am Arbeitsplatz in Phase I konnten der aktuelle Stand der Technik und die damit verbundene Expositionssituation in Pathologien ermittelt werden. Es wurden technische und organisatorische Maßnahmen identifiziert, die die Formaldehyd-Exposition deutlich reduzieren können. In Phase II wurde ein breites Spektrum von Arbeitsbedingungen in deutschen Pathologien bewertet und dokumentiert. Aus diesen Dokumentationen lassen sich bewährte Praktiken ableiten, die bei der Auswahl der Pathologien, in denen in Phase III Messungen durchgeführt werden, berücksichtigt werden sollen.

Negative Ergebnisse

Die Pathologien in Phase I wurden ausgewählt, indem die technischen Schutzmaßnahmen subjektiv als angemessen bewertet wurden. Allerdings wurde nur in 10 % der Fälle der nationale Arbeitsplatzgrenzwert (OEL) für Formaldehyd (0,37 mg/m³) in allen Arbeitsbereichen einer Pathologie eingehalten. Bei lang andauernden Tätigkeiten mit Formaldehyd-Exposition überstieg der Acht-Stunden-Schichtmittelwert in bis zu 30 % der Fälle den zulässigen OEL. Bei kurzfristigen Arbeiten wurde der Kurzzeitgrenzwert (0,74 mg/m³) in bis zu 60% der Fälle überschritten, bei Arbeiten ohne lokale Absaugung sogar in bis zu 70% der Fälle. Erhöhte Konzentrationen von Formaldehyd traten insbesondere dort auf, wo die Absaugung nicht ausreichend wirksam war, und bei Arbeiten, bei denen Formaldehyd emittiert wurde.

Wichtigste Ergebnisse nach der Intervention

  • Verbesserung der Umsetzung von technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung der Formaldehyd-Exposition.
  • Beispiele für bewährte Verfahren.

Umfang und Art des Vollzugs

  • Mündlicher Rat
  • Schriftlicher Rat
  • Hinweis zur Verbesserung

Außerdem wurden Messberichte veröffentlicht.

Bilder

. Disposal of pathology waste, workplace with good ventilation
Einreicher des Inspektionsfalls
National Labour Inspectorate
Land: Deutschland
Inhaltsverzeichnis
Melden Sie sich für unseren Newsletter an um Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Oder folgen Sie uns auf LinkedIn und beteiligen Sie sich am Gespräch!
Melden Sie sich für unseren Newsletter an um Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Oder folgen Sie uns auf LinkedIn und beteiligen Sie sich am Gespräch!